Medienbildnerische Grundhaltung

Beitrag von: AWG Eiche

In der WG Eiche leben acht Jugendliche in einer Lebensphase, in
der digitale Medien wie Smartphones, Social Media und Games nicht nur allgegenwärtig, sondern ein
zentraler Teil des Alltags sind. Medien sind längst mehr als nur Unterhaltung oder Risiko, sie sind
Lebenswelt, Kommunikationsmittel, Informationsquelle und Ausdrucksform.


Als pädagogisches Team der WG Eiche ist es uns wichtig, Medien nicht einfach zu verbieten oder zu
kontrollieren, sondern die Jugendlichen auf ihrem Weg zu einem reflektierten und
verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu begleiten. Wir setzen auf eine Haltung, die
Chancen und Risiken gleichermaßen im Blick hat und Medien aktiv in die pädagogische Arbeit
einbezieht.


Durch regelmäßige Reflexionen im Team, klare und faire Regeln sowie ein Bewusstsein für unser
eigenes Vorbild wollen wir gemeinsam mit den Jugendlichen eine Medienkultur gestalten, die
Orientierung gibt, aber auch Freiraum für Entwicklung lässt. Dabei ist es uns wichtig, auf dem
Laufenden zu bleiben, aktuelle Trends zu verstehen und mit den Jugendlichen im Dialog zu bleiben,
auf Augenhöhe, mit Interesse und Authentizität.


Dieses medienpädagogische Konzept soll ein lebendiger Leitfaden sein, der unsere Haltung sichtbar
macht und unsere Arbeit im Alltag unterstützt.


1. Medien nicht nur als Risiko, sondern als Lebenswelt sehen
o Digitale Medien (Smartphones, Social Media, Games etc.) gehören zur Lebenswelt von
Kindern und Jugendlichen.
o Eine professionelle Haltung erkennt die Potenziale ebenso wie die Risiken.
o Haltung: „Wir begleiten, statt zu verbieten.“


2. Regelmäßige Team-Reflexion zur Mediennutzung
o Wie gehen wir mit Medienkonsum der Jugendlichen um?
o Wo setzen wir Grenzen und warum?
o Welche Rolle spielt unser eigenes Medienverhalten?


3.Medien aktiv in die pädagogische Arbeit einbeziehen
o Kreativprojekte (z. B. eigene Podcasts, Videos, Memes erstellen)
o Medien als Zugang zu Jugendlichen nutzen („Was guckst du gerade auf TikTok?“ als Einstieg)


4. Vorbild sein, aber authentisch
Reflektion unser eigenes Medienverhalten im Dienst:
 Wie oft ist das Handy dabei
 Wie kommuniziert ihr mit Jugendlichen, per WhatsApp, Instagram
 Was postet ihr (beruflich/privat)?


5. Regeln
 Wie viel Medienzeit ist in Ordnung?
 Welche Geräte stehen zur Verfügung, wie sind sie abgesichert?
 Was passiert bei Regelverstößen?

 Ziel: Klare, transparente und faire Regeln, die mit Jugendlichen gemeinsam erarbeitet
wurden.


6. Wissen über aktuelle Trends aufbauen